Lange Nacht der Wiener Stadtwerke

Am Freitag fand die Lange Nacht der Wiener Stadtwerke statt.

Letztes Jahr bin ich nicht dazu gekommen es mir anzusehen, dieses Jahr schon.

Programm der Wiener Linien bei der Langen Nacht der Wiener Stadtwerke (ots.at)

Angefangen habe ich mit der Fahrt auf dem Verbindungsgleis zwischen Erdberg und Stadion. Da dies ein Betriebsgleis ist, wird es im regulären Betrieb nicht mit Fahrgästen befahren.

Von der Station Erdberg aus musste man eine kleine Runde gehen um zum Eingang zu gelangen, wo die Fahrt beginnt. Begrüßt wurde man mit einem Animationsfilm über die neuen U2 Stationen. Dazu gab es antialkoholische Getränke sowie Brote mit Aufstrich und Wurstsemmeln.

Diese Verpflegung gab es bei einigen Punkten der Wiener Linien.

Die Fahrt fand unter eingeschaltetem Tunnellicht und abgeschaltetem Hauptlicht im Zug statt. Während der Fahrt wurde man mit allgemeinen Informationen über den Ausbau, das Verbindungsgleis und die U-Bahn an sich gefüttert. Leider waren diese Durchsagen mal lauter mal leiser. Somit hatte man manchmal nicht verstanden was gesagt wurde. Aber an sich eine nette Idee der Öffentlichkeit dieses Gleis zu zeigen, wovon man schon so vieles gehört hat.

Gefahren wurde mit einem V/v Wagen (Bild: Paul Posch).

Beim Stadion angekommen wurde man vom Wiener Linien Personal angewiesen welchen Ausgang man zu benutzen hat um zum Shuttlebus zu kommen.

Von dort aus bin ich dann mit dem Shuttlebus zum Straßenbahnmuseum am Ludwig-Kößler-Platz (Wien 3, U3 / 18 Schlachthausgasse) gefahren. Dort war ich schon einige Jahre nicht mehr, daher war es wiedermal ein Erlebnis sich dieses anzusehen.

Bei einigen Typen der Straßenbahn und Buse wurden Erinnerungen aus der Kindheit wieder wach. Ich bin zwar noch nicht so alt, aber was da schon an Vergangenheit herumsteht. Ein Wahnsinn. Und alles wunderschön restauriert. Einige Typen waren mir auch gänzlich unbekannt.

Demnächst werde ich aber nocheinmal hinschauen und mir das Straßenbahnmuseum nochmal anschauen. Aber dann in Ruhe.

Nachdem ich mir alles recht flott angesehen habe und einige Fotos geschossen habe, fuhr ich mit der Oldtimerstraßennbahn auf den Gleisen der Linie 18 bis zur Station Blechturmgasse. Dort sollte man einen Animationsfilm über den Umbau der Ustrab (Wikipedia) zu sehen bekommen und eine Ausstellung.

Das war leider ein große Enttäuschung, den der Animationsfilm beschränkte sich auf ein 28 Sekunden Video in Endlosschleife und ein paar Aufsteller mit Bildern zur Geschichte der Ustrab (Wikipedia) und wie es aussehen wird.  In der anderen Station die sich gegenüber befindet sah man drei verschiedene Versionen wie die Stationen neu gestaltet werden sollen. Verpflegung gab es natürlich auch dort. Und das war es leider in der Blechturmgasse schon wieder.

Natürlich ist es schwer mehr zu zeigen über etwas was sich in der Zukunft befindet, aber mehr erwartet hat man sich natürlich schon.

Von dort aus bin ich dann mit der Linie 18 nach St. Marx und dann weiter mit der Linie 71 zum Zentralfriedhof (Wikipedia) 2. Tor gefahren um mir die Veranstaltung der Bestattung Wien anzusehen.

Begrüßt wurde man dort gleich von einigen Fahrzeugen der Bestattung Wien die man sich genauer ansehen konnte. Diese habe ich aber nur im vorbeigehen registriert, da diese mich eher weniger interessiert haben. Mich hat mehr der Bummelzug quer durch den Zentralfriedhof interessiert. Um dort hinzukommen musste man an einigen Ständen vorbei. Zum Beispiel Sarg-probeliegen, Sargbemalen (für Kinder), Souvenirs wie T-Shirts mit der Aufschrift „Der letzte Wagen wird immer ein Kombi sein“, Bücher, CDs usw., etc. Weiters konnte man auch Führungen mitmachen wie zum Beispiel zum Falco Ehrengrab mit Musikeinspielungen und ähnliches.

Da mich aber der Bummelzug mehr interessiert hat, bin ich gleich dort hingegangen. Leider wurde dies recht schlecht organisiert. Es war ein sehr großer Andrang aber nur einen Bummelzug der alle 30 Minuten gefahren ist. Somit haben immer Leute warten müssen und es galt das Gesetz des Stärkeren. Der der sich am meisten durchsetzen konnte, hat sich einen Platz erkämpft. Die anderen mussten auf den nächsten warten. Gehört habe ich, das es Leute gegeben hat die schon 1 1/2 Stunden gewartet haben.

Die Fahrt ging dann quer durch den Zentralfriedhof mit hin und wieder Fackeln auf der Seite vom Weg. Ich fand es einfach schön, mitten in der Nacht quer durch den Zentralfriedhof gefahren zu werden. Die meisten Leute im Bummelzug haben zwar dauernd geredet, was die Stimmung etwas  trübte, aber darüber kann man hinwegsehen.

Es wurde auch dauernd gemeckert das nicht gesagt wurde, wo man sich gerade befindet, also wo der Zug gerade vorbeifährt, hat mich aber nicht gestört. Es ging mir nur um das Ambiente vom Friedhof in der Nacht. Und das war einfach schön.

Desweiteren war auch der Hauptweg vom Tor 2 bis zur Präsidentengruft mit Fackeln am Rand gesäumt. In der Nacht natürlich ein wunderschönes Bild, so wie man den Zentralfriedhof eigentlich nie sehen kann.

Von dort aus bin ich dann gemütlich heimgefahren. Nächstes Jahr versuch ich mir auch die Veranstaltungen der Wien Energie anzusehen.

Alles in allem ein schönes Erlebnis.

Bilder folgen so schnell wie möglich.

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